Experimentelles Filzen
Über das Filzen

Seit wann sich Menschen mit dem Material Filz umgeben, ist nicht genau bekannt. Ver-mutlich ist das Verfilzen von Rohwolle und Tierhaaren die älteste Technik der Textil-
verarbeitung überhaupt. Da der Filz relativ schnell verrottet, existieren kaum archäologische Filzfunde. Man weiß aber, dass bei den asiatischen Völkern die Herstellung von Filz eine sehr lange Tradition hat. Über 8000 Jahre alte Höhlenmale-reien in der Türkei sind ein Beleg dafür. Bis in die heutige Zeit ist das Filzhandwerk ein wichtiger Bestandteil des alltäglichen Le-bens bei einigen Nomadenvölkern im asiatischen Raum. Die Vor-teile des Filzes aus Schafswolle ist auch in Europa, besonders in skandinavischen Ländern, seit langem bekannt. Die Eigenschaft des Wollfilzens bewahrt den Menschen vor Regen und Schnee, ebenso wie vor Hitze. Heute wird Filz als Werkstoff in der Kunst, beim bildhaften Gestalten, der Mode, in der Pädagogik und in der Freizeitgestaltung eingesetzt. Er ist ein wunderbarer Werkstoff, der durch seine Beweglichkeit auch in Verbindung mit anderen Materialien weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet, so daß Kinder und Erwachsene gleichermaßen fasziniert sind.

Die Technik:
Gefärbte oder naturreine Wolle wird mit warmem Seifenwasser solange gerieben und gerollt, bis ein dichter Filz entsteht. Es können auch Materialien wie Seide, Metallfäden, Rinde oder Glaskugeln und Vieles mehr mit einbezogen werden.


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